{ Buch Rezension } Der Ruf des Henkers - Björn Springorum

Ani
Thienemann Verlag / 352 Seiten / 14,99€
England, Mitte des 19. Jahrhunderts Unfreiwillig gerät Richard Winters in die Hände des berüchtigsten Henkers von ganz England. An der Seite von William Calcraft führt er fortan das finstere Leben eines Henkerslehrlings, auf Schritt und Tritt begleitet von Tod, Galgen und Raben. Rasch merkt er, dass sein strenger Meister ein Geheimnis verbirgt, das seine Welt für immer aus den Angeln heben wird. Richard muss beweisen, dass er dieser Aufgabe gewachsen ist. Doch als er in London ausgerechnet seine große Liebe wiedertrifft, steht urplötzlich noch viel mehr auf dem Spiel....


Mit dem Henker William Calcraft greift der Autor hier auf eine Person, die es auch wirklich gab. Ihm wird nachgesgt, besonders grausam bei seinen Hinrichtungen gewesen zu sein. Das allerdings lässt der Autor so nicht einfließen, er schafft eine Figur, der sehr in sich gekehrt ist und ein dunkles Geheimnis birgt. Denn hier wird Realität mit einer Spur Fantasy gemischt und so lässt der Autor hier die Wechselbälger aufleben. Eigentlich ein Ammenmärchen in Großbritanien, lässt er hier zu Wirklichkeit werden.

Ich war sehr gespannt darauf, wie das Ganze funktionieren soll. Und war begeistert! Ich wurde nicht enttäuscht und so begab ich mich auf die Reise mit dem Henker und seinem Lehrling Richard. Abwechselnd wird das Buch aus Sicht der beiden geschrieben und so kann man sich auch gut in beide hinein versetzen.

Die Atmosphäre während des kompletten Buches ist sehr dunkel und düster. Das historische London ist sehr schön und anschaulich erzählt, man wähnt sich in den dunklen Gassen und spürt die düstere Stimmung. Das begeistert mich.

Allerdings fand ich die Wiederholungen von vielen Passagen etwas lahm, das hat so manches mal die Spannung raus genommen und etwas Lustlosigkeit beim lesen machte sich bemerkbar. Darauf hätte der Autor sicherlich verzichten können.

Ich denke, für die Zielgruppe von 13-16 Jahren ist das richtig, ich fand hingegen besonders die Beschreibungen des mittelalterlichen Londons und Idee die Wechselbälger so aufstehen zu lassen klasse.

 "Der Ruf des Henkers" ist durchaus ein tolles und spannendes Buch, hat ein paar Mäkel für mich, aber lies sich sehr gut lesen.

 Vielen Dank an den Thienemann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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Liebe Grüße Anett.