{Rezension} Tiefe Wunden (3) von Nele Neuhaus


List Verlag | (12.August 2009) | 480 Seiten | Taschenbuch 10,99€ | E-Book 9,99€

Klappentext zum Buch
Der 92-jährige Holocaust- Überlebende David Josua Goldberg wird in seinem Haus im Taunus mit einem Genickschuss getötet. Bei der Obduktion macht der Arzt eine seltsame Entdeckung: Goldbergs Arm trägt die Reste einer Blutgruppentätowierung, wie sie bei Angehörigen der SS üblich war. Dann geschehen zwei weitere Morde, die Hinrichtungen gleichen. Welches Geheimnis verband die Opfer miteinander? Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff weit in die Vergangenheit: nach Ostpreußen im Januar 1945 ...

Meine Meinung zum Buch
Nachdem ich die ersten beiden Bände der Serie gelesen habe, war ich sehr gespannt auf diesen 3. teil der Serie um die Kommissare Kirchhoff/Bodenstein.
Gleich am Anfang stirbt ein hochangesehener Holocaust Überlebender. Makaber: er stirbt durch einen Genickschuss, eine regelrechte Hinrichtung. Bodenstein und Kirchhoff beginnen kaum ihre Ermittlungen, wird ihnen der Fall auch schon entzogen,vorher machen sie aber noch bei der Obduktion der Leiche eine verheerende Feststellung, weswegen dann sehr viel übern Haufen geworfen wird. Nun ohne Fall, dauert es nicht lange, und der zweite alte Mann wird ebenfalls durch Genickschuss getötet. Nun können die Kommissare ermitteln. Es tun sich mehrer Verdächtige auf, aber kein richtiges Motiv und immer wieder enden Stränge bei der angesehenen Familie Kaltensee. Sollte die hoch angesehene Monarchin Vera Kaltensee wirklich etwas mit den Morden zu tun gehabt haben?

Dieser dritte Band nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit Ostpreußens und den Menschen, die da lebten. Ich persönlich fand das äußerst interessant. Ich empfand das Buch so spannend, habe mit gerätselt, wer nun eigentlich der Täter sein könnte. Immer wieder gab es neue Verwicklungen, immer mehr Menschen machten sich verdächtig, aber immer wieder gab es neue Wendungen. Nele Neuhaus versteht es wirklich gut, mehrere Handlungsstränge aufzubauen und die am Ende geschickt zusammen zu führen, so dass der Leser selbst immer wieder hinters Licht geführt wird.

Die Charaktere die hier auftraten waren alle sehr gut erarbeitet und hatten genau die richtige Tiefe, ohne langweilig zu wirken. Ebenso all die Beschreibungen, man fand sich in Pias Hof genauso gut zurecht, wie in den alten Ruinen in Polen. Die Beschreibungen waren gerade so viel, dass man sich alles gut vorstellen konnte, ohne zu langwierig zu werden oder zu ausschweifend.

Sehr schön finde ich auch die persönlichen Geschehnisse um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff. Gerade mit Bodenstein hatte man doch in diesem Band immer mal wieder Mitleid und dachte oh nein ....wieso das jetzt auch noch. Für mich ist so eine persönliche Komponente immer noch ein kleines Muss im Buch, kann man sich doch dann noch besser in die Charaktere hinein versetzen.

Mein Fazit zum Buch
Meiner Meinung nach war dieser 3. Teil der bisher Beste der Serie. Es ist auch mehr als nur ein Regionalkrimi. Ich fand sehr gute Leseunterhaltung und kann die Serie nur weiter empfehlen.




1 Kommentar:

  1. OHh, das klingt toll und du erinnerst mich daran, dass ich die Serie auch unbedingt weiterlesen möchte. Ich hatte glaube irgendein Buch mittendrinenn mal auf einer Buchmesse mitgenomemn und fand es super und hatte mir damals fest vorgenommen, die ganze Serie zu lesen. Tjaaa, bisher ist kein weiteres dazugekommen, aber du spornst mich da gerade wieder an :). glg Franzi

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Liebe Grüße Anett.