Splitterschreie von Roman Klementovic

Ani

 

Gmeiner Verlag - 11.März 2026
978-3839280140
Paperback - 288 Seiten - 18,00€ 
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Bisher habe ich erst einen Thriller von Roman Klementovic gelesen. Das ist allerdings schon eine ganze Weile her, nämlich 2016. Damals hat mir das Buch richtig gut gefallen und deshalb wollte ich dem Autor unbedingt noch einmal eine Chance geben. Mit Splitterschreie erwarteten mich diesmal allerdings vier Thriller-Kurzgeschichten. Gerade mit diesem Format tue ich mich oft etwas schwer, denn für mich funktionieren Kurzgeschichten nicht immer. Entsprechend gespannt war ich, ob mich dieses Buch überzeugen würde.


Zu den einzelnen Geschichten möchte ich gar nicht allzu viel verraten, denn gerade bei Thrillern ist die Spoilergefahr groß.

Schon die erste Geschichte ließ mich etwas ratlos zurück. Sie war zwar spannend erzählt, aber mit dem Ende konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Ich hatte mir eine andere Auflösung erhofft und war ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Für einen kurzen Moment spielte ich sogar mit dem Gedanken, das Buch beiseitezulegen.

Zum Glück habe ich das nicht getan.

Die zweite Geschichte konnte mich nämlich sofort packen. Ein alter Cold Case, eine Journalistin, die bei ihren Recherchen immer tiefer in einen Fall eintaucht, und eine Familie, die mehr als nur zerbrochen ist. Das war genau die Mischung, die ich an Thrillern mag. Spannend, atmosphärisch und bis zum Schluss fesselnd.

Auch die dritte Kurzgeschichte konnte mich überzeugen. Ein junges Mädchen wartet allein zu Hause auf seine Eltern, hört plötzlich Stimmen im Haus und schnell wird klar, dass diese nicht von ihnen stammen. Diese Geschichte war wirklich intensiv. Die Auflösung habe ich zwar schon geahnt, aber das hat der Spannung überhaupt keinen Abbruch getan.

Zum Abschluss folgte noch eine Geschichte, die bereits 2021 erschienen ist und vielen Leserinnen und Lesern vielleicht schon bekannt sein dürfte. Für mich war sie allerdings neu. Tim kommt in einer verschneiten Nacht nach Hause und findet seine Frau nicht mehr vor. Blut im Wohnzimmer, keine Spur von ihr und gleichzeitig zwei entflohene Verbrecher in der Gegend. Auch hier hatte ich eine Vermutung, wohin die Geschichte führen würde. Trotzdem hat sie bis zum Ende hervorragend funktioniert und mich bestens unterhalten.

Am Ende hat mich Splitterschreie tatsächlich positiv überrascht. Obwohl ich bei Kurzgeschichten oft skeptisch bin und der Einstieg für mich nicht ganz gelungen war, konnten mich drei der vier Geschichten wirklich überzeugen. Vor allem die Ideen hinter den Fällen und die abwechslungsreichen Szenarien haben mir gefallen. Für mich hat das Buch auf jeden Fall Lust gemacht, noch weitere Thriller von Roman Klementovic zu lesen.


Anett

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