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| Malik Verlag - 30.April 2026 978-3890296210 Gebundenes Buch - 320 Seiten - 20,00€ Anzeige / Rezensionsexemplar |
Manchmal begegnet einem ein Buch genau im richtigen Moment. Eines, das inspiriert, berührt und lange nach dem Zuklappen im Kopf bleibt. Genau so ging es mir mit
The Traveling Nanas – Here We Go.
Was für zwei wunderbare Frauen! Zwei unerschrockene Freundinnen, beide bereits 81 Jahre alt, machen sich auf die Spuren von Phileas Fogg und wollen in 80 Tagen die Welt bereisen. Genau solche Geschichten liebe ich. Geschichten über Menschen, die zeigen, dass Abenteuer keine Frage des Alters sind.
Doch das Buch beginnt gar nicht mit dieser außergewöhnlichen Reise. Zunächst lernen wir Elenor und Sandra kennen, erfahren von ihrem bisherigen Leben, ihren Familien, ihren Schicksalsschlägen und all dem, was sie bereits geleistet haben.
Elenor Hamby, geboren 1941 in Oklahoma, leitete gemeinsam mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann viele Jahre die Zambia Medical Mission, die ländliche Regionen Sambias medizinisch unterstützt. Auch heute engagiert sie sich dort weiterhin mit ganzem Herzen. Darüber hinaus ist sie eine international veröffentlichte Dokumentarfotografin, deren Bilder weltweit in Zeitschriften und Ausstellungen zu sehen waren.
Sandra Hazelip, ebenfalls Jahrgang 1941 und in Texas geboren, arbeitete vier Jahrzehnte lang als Geriaterin. Neben ihrer eigenen Praxis leitete sie mehrere Einrichtungen und engagierte sich als Präsidentin der Texas Geriatric Society. Nach dem Tod ihres Mannes blieb sie ihrer großen Leidenschaft treu: dem Reisen. Gemeinsam mit Ellie bereiste sie zahlreiche Länder und nahm sogar ihre Enkelkinder mit auf Missionsreisen nach Sambia, Russland, China, Kambodscha und Rumänien.
Gerade dieser Einstieg hat mich tief beeindruckt. Man versteht, wer diese beiden Frauen sind und warum ihre Reise weit mehr ist als nur eine Weltumrundung. Was sie in ihrem Leben bereits bewegt haben und mit welcher Offenheit sie anderen Menschen begegnen, ist nicht nur beeindruckend, sondern unglaublich inspirierend. Ihr Respekt vor anderen Kulturen und ihre ehrliche Neugier haben mich beim Lesen immer wieder berührt. Ich habe selten ein Buch gelesen, das Weltoffenheit so selbstverständlich vermittelt.
Deshalb möchte ich auch gar nicht zu viel über ihre eigentliche Reise erzählen. Für mich lebt dieses Buch nicht von den Orten, die sie besuchen, sondern von der Art, wie sie reisen und den Menschen begegnen. Wer sich für andere Kulturen, persönliche Begegnungen und das Reisen interessiert, wird hier so viel mehr finden als einen klassischen Reisebericht.
Abgerundet wird das Ganze durch die vielen Fotografien, die Elenor unterwegs aufgenommen hat. Sie verleihen dem Buch noch mehr Persönlichkeit und machen die Erlebnisse der beiden wunderbar greifbar.
The Traveling Nanas – Here We Go ist für mich ein Buch voller Freundschaft, Mut und Lebensfreude. Es zeigt, dass Neugier kein Verfallsdatum kennt und dass man die Welt mit offenen Augen und offenem Herzen in jedem Alter entdecken kann. Mich hat dieses Buch tief beeindruckt und ich bin sehr dankbar, dass es seinen Weg zu mir gefunden hat.
Anett

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