Die Toten der anderen – Clare Mackintosh

Ani

 

Knaur Verlag - 01.Dezember 2025
978-3426565810
Paperback - 400 Seiten - 18,99€
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Band 3 der Reihe „Ein Fall für Ffion Morgan“

Es gibt Reihen, bei denen freut man sich nicht nur auf einen neuen Fall, sondern vor allem darauf, die liebgewonnenen Figuren wiederzutreffen. Genau so geht es mir inzwischen mit Ffion Morgan und Leo Brady.

Mit Die Toten der anderen schickt Clare Mackintosh ihr Ermittlerduo Ffion Morgan und Leo Brady bereits in den dritten gemeinsamen Fall. Nachdem mich die beiden ersten Bände begeistert haben, war die Vorfreude entsprechend groß. Und auch diesmal hat mich die Autorin nicht enttäuscht.

Natürlich treffen die beiden zunächst völlig unterschiedlichen Fälle irgendwann aufeinander und Ffion Morgan und Leo Brady ermitteln wieder gemeinsam. Mittlerweile sind die beiden zu meinen absoluten Lieblingsermittlern im Krimigenre geworden. Die etwas ruppige, schlagfertige Ffion und der besonnene, smarte Leo ergänzen sich einfach perfekt.


Die vorherigen Bände muss man nicht zwingend gelesen haben, denn jeder Fall ist in sich abgeschlossen. Wer jedoch die Entwicklung der beiden Figuren und ihre persönliche Geschichte besser verstehen möchte, sollte unbedingt mit Band 1 Die letzte Party beginnen. Zwar werden wichtige Ereignisse aus den Vorgängern immer wieder aufgegriffen, aber gerade weil die Reihe so gut ist, kann ich sie nur von Anfang an empfehlen.

Im exklusiven Wohnviertel The Hill kommt es zu einer Reihe von Einbrüchen. Das Merkwürdige daran: Es wird nichts Wertvolles gestohlen. Leo Brady ist überzeugt, dass der Täter gezielt nach etwas oder jemandem sucht. In diesem Handlungsstrang spielt auch Leos Exfrau Allie eine wichtige Rolle. Sie lebt ganz in der Nähe von The Hill und die Kapitel aus ihrer Sicht fand ich besonders spannend. Ihr Verhalten gegenüber den wohlhabenden Bewohnern schwankt irgendwo zwischen Bewunderung und Anbiederung und sorgte bei mir mehr als einmal für ordentliches Fremdschämen.

Währenddessen untersucht Ffion Morgan den Tod einer Immobilienmaklerin, die nach einer ausgelassenen Feier am nächsten Morgen tot im Wasser gefunden wird. Aus persönlichen Gründen ist Ffion auf diese Berufsgruppe momentan ohnehin nicht gut zu sprechen. Schnell zeigt sich jedoch, dass hinter dem Fall weit mehr steckt und es Verbindungen zu den rätselhaften Einbrüchen gibt. Und welche Rolle spielt dabei ein True Crime Podcast, der sich immer wieder mit einem älteren Kriminalfall beschäftigt?

Besonders gut gefallen hat mir erneut, wie Clare Mackintosh die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verwebt. Nach und nach setzt sich alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen und immer wieder glaubt man zu wissen, wohin die Geschichte führt, nur um kurz darauf eines Besseren belehrt zu werden. Genau diese geschickten Wendungen machen für mich den Reiz ihrer Krimis aus.

Auch die Beziehung zwischen Ffion und Leo entwickelt sich endlich weiter und nimmt eine neue Richtung ein. Das sorgt nicht nur für schöne persönliche Momente, sondern macht die beiden Figuren noch nahbarer.

Für mich war Die Toten der anderen wieder ein rundum gelungener Krimi mit sympathischen Ermittlern, einer clever konstruierten Handlung und genau der richtigen Mischung aus Spannung, Humor und zwischenmenschlichen Momenten. Ich hoffe sehr, dass Ffion und Leo noch viele weitere Fälle lösen dürfen.

Weitere Rezensionen zur Serie:

Band 1: Die letzte Party

Band 2: Spiel der Lügner


Anett.


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