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| eichborn Verlag - 28.September 2026 978-3847902478 Paperback - 416 Seiten - 18,00€ - Anzeige / Rezensionsexemplar - |
Drei Generationen von Hexen, ein Kampf um die Welt und jede Menge weibliche Wut.
Wild Hill gehört seit Generationen der weiblichen Linie der Duncans. Den Hexen. In der Gegenwart sind es die Schwestern Bridget und Phoebe sowie Phoebes Tochter Sybil, von denen Großes erwartet wird. Doch nach dem Tod ihrer Mutter haben sich die beiden Schwestern zerstritten und leben weit entfernt voneinander und von Wild Hill.
Aber schließlich stammen sie aus einer langen Reihe von Hexen, und diese sorgen schon dafür, dass die drei Frauen wieder auf Wild Hill zusammenkommen. Denn es gibt einiges zu tun, und das Überleben der Welt steht auf dem Spiel.
Die Hexen von Wild Hill hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen, und ich habe das Buch von Seite zu Seite mehr geliebt. Diese Mischung aus Magie, einer wunderbar atmosphärischen Stimmung und all den Geheimnissen fand ich unglaublich spannend.
Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere. Wir lernen nicht nur Bridget, Phoebe und Sybil kennen, sondern auch die Geschichten all der Frauen aus der Familie Duncan. Frauen, die ihre Magie für die unterschiedlichsten Dinge eingesetzt und damit die Welt ein Stück besser machen wollten. Es sind starke Frauen, die sich nicht einfach den Erwartungen anderer beugen, vor allem nicht denen der Männer.
Ein Zitat aus dem Buch ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben:
„Heute wenden sich die meisten Männer der Wissenschaft zu, wenn ihnen Unglück widerfährt. Sie verbrennen keine Frauen mehr, was man wohl als Fortschritt sehen muss. Stattdessen suchen sie nach einer rationalen Erklärung. Üblicherweise finden sie auch eine, doch manchmal ist tatsächlich eine Hexe im Spiel.“ (S. 82)
Female Rage, Klimawandel und die Suche nach der eigenen Identität sind wichtige Themen, die im Mittelpunkt der Geschichte stehen. Dazu kommen die Spannung und diese mystische Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch ziehen. Für mich war das eine perfekte Mischung.
Immer wieder wechseln die Kapitel zwischen den Zeitebenen und den verschiedenen Hexen der Familie Duncan. Das hat mich im Lesefluss überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil: Ich war so gefangen von der Geschichte, dass ich das Buch ziemlich schnell durchgelesen hatte.
Am Ende kann man sich natürlich darüber streiten, ob tatsächlich die Männer für alles verantwortlich sind. Wenn ich mich allerdings in der Welt umschaue, muss ich den Hexen schon ein Stück weit recht geben. Oder ob es nicht doch zu plakativ ist, einfach alle zu töten, die scheinbar für das Leid der Menschheit zuständig sind.
Und ja, manchmal liest sich das Ganze wie eine ziemlich wütende Abrechnung mit den Männern. Aber wer soll die Hexen dafür verurteilen? Ich mit Sicherheit nicht!
Die Hexen von Wild Hill war für mich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich habe dieses Buch sehr geliebt und werde die Frauen der Familie Duncan so schnell nicht vergessen.
Anett

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