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| dtv Verlag - 14.August 2025 978-3423264273 Paperback - 416 Seiten - 17,00€ -Werbung / Leseexemplar - |
Dies ist der zweite Band der Dilogie und schließt nahtlos an den ersten Teil an. Achtung: Diese Rezension kann Spoiler zu Band eins enthalten!
Erster Band - Rezension hier -> Der Unendlichkeit so nah
Nach dem schweren Verkehrsunfall erwacht Emma im Krankenhaus. Den Umständen entsprechend geht es ihr gut – doch Elias liegt im Koma. Nach diesem so wunderbaren Abend steht Emma plötzlich vor einer Realität voller Unsicherheit, Angst und schwieriger Entscheidungen. Und selbst als Elias schließlich aufwacht, wird es nicht leichter: Er kann sich nicht mehr an sie erinnern.
Während Emma versucht, mit diesem Verlust umzugehen, rücken andere Themen in den Vordergrund. Ihr großer Traum, Astronautin zu werden, verlangt ihr einiges ab – wichtige Gespräche stehen an, die sie unbedingt meistern muss. Gleichzeitig muss sie mit ihrem Ex-Freund endlich klare Verhältnisse schaffen. Doch eine weitere, noch schwerwiegendere Entscheidung lastet auf ihr, und Emma weiß nicht, mit wem sie darüber sprechen soll.
Dieses Buch hat mich tief berührt. Emma ist verzweifelt, überfordert, und gefühlt läuft in ihrem Leben gerade nichts glatt. Ihr Ex versucht, sie zurückzugewinnen, obwohl für Emma längst klar ist, dass ihre Beziehung endgültig vorbei ist. Er hat seinen Job in den USA gekündigt und steht nun wieder in der gemeinsamen Wohnung in München – ohne erkennbaren Plan für die Zukunft. Für Emma ist das eine enorme Belastung. Als die Situation eskaliert, zieht sie vorübergehend zurück zu ihren Eltern.
Doch auch dort findet sie nicht den erhofften Halt. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist angespannt, und anstatt Verständnis zu zeigen, ermutigt sie Emma, zu ihrem Ex zurückzukehren. Emma fühlt sich nicht gesehen, nicht gehört – und es kommt zum großen Streit. Doch genau dieser Konflikt markiert auch einen Wendepunkt und wird zum Anfang von etwas Neuem.
Theresa Kern schreibt unglaublich einfühlsam und nahbar. Ich war vollkommen in Emmas Gefühlswelt gefangen, habe mit ihr gelitten, gehofft und gezweifelt. Am Ende wird der rote Faden kunstvoll zusammengeführt, und alles fügt sich stimmig und zufriedenstellend. Ich habe es geliebt, wie die Autorin diese Geschichte zu Ende bringt.
Besonders begeistert hat mich auch der zweite Erzählstrang, in dem Emma der Geschichte ihrer Familie nachgeht. Obwohl ich sonst eher selten historische Elemente lese, hat mich dieser Zeitstrang vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Verbindungen zwischen Emmas und Elias’ Familien und die Ereignisse, die sie einst entzweit haben, sind so atmosphärisch und berührend erzählt – für mich ein echtes Highlight des Buches.

Buchinnenseite dtv Verlag - Stammbaum von Elias und Emma, Widmung der Autorin und persönlicher Text für mich
Alles in allem ist diese Dilogie ein Leseerlebnis, das zum Nachdenken, Mitfühlen, Weinen und Hoffen einlädt. Zwei Bücher, die mich tief bewegt haben und für mich definitiv Highlights sind.
Anett

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