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| DuMont Verlag - 14.April 2026 978-3755801061 Gebundenes Buch - 384 Seiten - 25,00€ E-Book - 19,99€ - Anzeige / Rezensionsexemplar - |
Endlich gibt es ein Wiedersehen mit den Schafen aus Glennkill!
Als ich erfahren habe, dass es mit der Herde aus Glennkill weitergeht, war meine Freude groß. Das erste Buch von Leonie Swann habe ich damals geliebt. Die Schafe, ihre ganz eigene Sicht auf die Welt und ihr unverwechselbarer Humor haben die Geschichte für mich zu etwas Besonderem gemacht. Auch den zweiten Band, Garou, habe ich sehr gern gelesen. Umso überraschter war ich, dass nun tatsächlich noch ein dritter Teil erschienen ist.
Gemeinsam mit Rebecca kehren die Schafe nach Glennkill zurück. Eigentlich sollte es eine Rückkehr an einen vertrauten Ort sein, doch die alte Weide ist längst nicht mehr so, wie sie sie in Erinnerung hatten. Stattdessen treffen sie auf drei neue Schafe mit den wenig kreativen Namen Eins, Zwei und Drei. Und als wäre das nicht schon verwirrend genug, taucht auch noch der Metzger auf. Kein Wunder, dass die Herde misstrauisch wird.
Dann verschwindet Rebecca plötzlich spurlos. Als die Schafe in ihrem Schäferwagen einen Finger entdecken, ist ihnen sofort klar, dass etwas nicht stimmt. Schließlich gehören Finger normalerweise an Menschen und liegen nicht einfach irgendwo herum.
Für die Herde steht fest, dass sie Rebecca finden müssen. Also beginnt erneut eine abenteuerliche Suche, die sie weit über ihre gewohnte Umgebung hinausführt. Dabei beobachten sie Menschen, belauschen Gespräche und ziehen ihre ganz eigenen Schlüsse. Und genau diese Mischung aus Kriminalfall und Schafslogik macht den besonderen Charme der Reihe aus.
Nachdem ich Glennkill und Garou bereits 2013 in der Bücherei entdeckt hatte, liegt zwischen dem zweiten und dritten Band eine ziemlich lange Wartezeit. Ehrlich gesagt hatte ich gar nicht mehr damit gerechnet, noch einmal zu dieser Herde zurückzukehren. Umso gespannter war ich, ob mich die Geschichte heute noch genauso begeistern würde wie damals.
Die Antwort lautet ganz klar: Ja.
Der Humor, die Wortspiele und die liebenswerten Eigenheiten der Schafe haben für mich nichts von ihrem Charme verloren. Es fühlte sich fast so an, als würde man alte Freunde wieder treffen.
Besonders Moppel the Whale hat es mir erneut angetan. Seine Gedankengänge sind einfach herrlich. Aber auch Miss Maple, Othello und Sir Richfield sorgen wieder für viele wunderbare Momente. Gerade Sir Richfield, der noch immer seinen Zwilling Melmoth vermisst, gehört für mich zu den Figuren, die dieser Reihe besonders viel Herz verleihen.
Für mich ist Widdersehen ein gelungener dritter Band, der den Charme der Vorgänger bewahrt und gleichzeitig das wunderbare Gefühl vermittelt, nach Hause zu kommen.
Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte das unbedingt ändern. Ich würde allerdings empfehlen, mit Glennkill zu beginnen. Zwar lässt sich Widdersehen auch unabhängig lesen, viele Anspielungen und Verbindungen entfalten aber deutlich mehr Wirkung, wenn man die Vorgeschichte der Herde kennt.
Anett

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