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| Second Chances Verlag - 12.Dezember 2025 978-3737344043 Gebundenes Buch - 512 Seiten - 21,90€ E-Book - 14,99 € - Anzeige / Rezensionsexemplar - |
Mit dem ersten Band der Götterlicht-Saga, To Tempt a God (Hier meine Rezension), konnte mich Anna Benning vollkommen begeistern. Ich mag Geschichten rund um Götter sehr gern und aktuell gibt es auf dem Buchmarkt wieder einige davon. Gleichzeitig frage ich mich bei solchen Büchern immer wieder, ob die Ideen wirklich frisch genug sind oder ob man irgendwann doch immer wieder ähnliche Geschichten liest.
Zum Glück beweist Anna Benning auch im zweiten Band, dass ihre Reihe ihren ganz eigenen Reiz hat.
Schon zu Beginn wartet die Geschichte mit einer Entwicklung auf, die ich so nicht erwartet hatte: Colden hat sein Gedächtnis verloren. Nicht vollständig, aber die letzten 200 Jahre seines Lebens sind ausgelöscht. Ausgerechnet jetzt, nachdem er und Aurora am Ende des ersten Bandes endlich zueinandergefunden haben.
Plötzlich steht Aurora wieder dem Colden von vor 200 Jahren gegenüber. Einem Gott, der die Valets ablehnt und noch nicht die Erfahrungen gemacht hat, die ihn zu dem gemacht haben, was er in der Gegenwart ist. Allein diese Ausgangssituation hat mich sofort neugierig gemacht und versprach jede Menge Konflikte.
Und genau das bekam ich auch.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders gut gefallen hat mir, wie Colden Aurora zunächst auf Distanz hält und sich dennoch nach und nach wieder die Gefühle entwickeln, die er bereits einmal für sie empfunden hat. Dabei ringt er immer wieder mit sich selbst und mit der Frage, wer er eigentlich ist. Der Gott von damals oder derjenige, zu dem er sich in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt hat.
Trotz all seiner Zweifel bleibt Colden eine Figur, die man gern begleitet. Er kann und will nicht länger zusehen, wie Galadon herrscht, tötet und seine Intrigen spinnt. Schließlich fordert er ihn zu einem göttlichen Duell heraus, bei dem es um weit mehr als nur Ehre geht.
Dieser zweite Band war für mich unglaublich spannend und gleichzeitig sehr emotional. Dabei fühlte er sich nie wie ein typischer Mittelband an, der lediglich die Zeit bis zum Finale überbrückt. Die Geschichte entwickelt sich konsequent weiter und hält einige starke Momente bereit.
Natürlich gab es Entwicklungen, die für mich als Vielleserin vorhersehbar waren. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Und genau für diese Zielgruppe funktioniert die Geschichte meiner Meinung nach hervorragend. Spannung, Emotionen und Figuren, mit denen man mit fiebern kann, sind hier definitiv vorhanden.
Und dann kommt das Ende.
Natürlich wartet dort wieder ein Cliffhanger, der dafür sorgt, dass ich den dritten Band nun kaum erwarten kann. Zum Glück erscheint dieser bereits am 07. Oktober 2026.
Bis dahin heißt es für mich: gespannt warten und neugierig bleiben.
Anett

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