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| Satyr Verlag - 02.Februar 2026 978-3910775480 Paperback - 208 Seiten - 17,00€ - Anzeige / Rezensionsexemplar - |
Als der Verlag dieses Buch zur Leipziger Buchmesse 2026 vorgestellt hat, war ich sofort begeistert und wusste, dass ich es lesen muss.
Dagmar Schönleber ist Kabarettistin, Autorin und Liedermacherin, und genau das spiegelt sich auch in diesem Buch wider. Neben Kurzgeschichten und Bühnentexten finden sich hier Gedichte und Liedtexte, die einen abwechslungsreichen Mix ergeben. Bereits im Vorwort erfährt man, wie es zu dem ungewöhnlichen Titel kam, und ich fand die Geschichte dahinter unglaublich passend.
Trost für die innere Dreißig
Mit viel Herz, Humor und einer guten Portion Selbstironie blickt die Autorin auf die Fünfzig und darauf, was diese Lebensphase mit sich bringt. Dabei geht es um Freundschaften, Partnerschaft, das eigene Selbstbild und die kleinen Herausforderungen des Alltags.
Und was soll ich sagen? In so manchem Kapitel habe ich mich selbst wiedergefunden. Ob kleine Eigenarten, Gedanken über das Älterwerden oder die eigene Wahrnehmung – vieles kam mir erstaunlich vertraut vor. Die heiteren Geschichten enthalten oft einen wahren Kern, der zum Schmunzeln, manchmal aber auch zum Nachdenken anregt.
„Älter werden ist kein linearer Prozess. Es passiert nach einer noch nicht umfassend erforschten Formel, in der die Faktoren Wahrheit, Pflicht, Vorbildfunktion, Albernheit, Stress, Orientierung, Karriere, Risikofreude, Weinkenntnis, Idealismus, Rücken, Gelassenheit, Sex, Vernunft, gutes Essen und Sinnhaftigkeit mit unterschiedlichen Vorzeichen in variabler Reihenfolge in Klammern gesetzt und teilweise mit Exponenten versehen werden und dann als Ganzes geteilt durch »Bock auf Yoga«.“
Das Buch ist keines, das man unbedingt in einem Rutsch lesen muss. Vielmehr eignet es sich wunderbar für ein paar Kapitel zwischendurch. Immer wieder gab es Passagen, bei denen ich schmunzeln musste, weil ich mich selbst oder Menschen aus meinem Umfeld darin wiedererkannt habe. Genau diese Alltagsnähe macht für mich den besonderen Charme der Texte aus.
Von Winkeärmchen bis zur Menopause, von Kindern – oder dem Leben ohne sie – bis hin zu Reisen mit den Eltern: Für all diese Themen findet Dagmar Schönleber den passenden Ton und den richtigen Humor. Ich habe mich köstlich amüsiert und fühlte mich durchweg sehr gut unterhalten.
So jung brechen wir nie mehr zusammen ist ein humorvoller, ehrlicher und stellenweise überraschend treffender Blick auf das Älterwerden. Wer Freude an pointierten Alltagsbeobachtungen, Selbstironie und einem Augenzwinkern hat, wird hier bestens unterhalten.
Anett

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