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| Galiani-Berin (KiWi Verlag) 12.März 2026 978-3869713175 Paperback - 288 Seiten - 17,00€ - Anzeige / Rezensionsexemplare - |
Wie habe ich mich auf diesen Krimi gefreut! Er spielt im Tessin, am Lago Maggiore, und genau das passte für mich gerade perfekt. Ganz in der Nähe, am Lago d’Iseo, habe ich dieses Jahr Urlaub gemacht und dachte mir: Das ist doch die perfekte Lektüre für ein bisschen italienisches Urlaubsfeeling.
Tja, leider kam es anders.
Schon im Urlaub habe ich das Buch irgendwann aus der Hand gelegt. Lag es daran, dass ich einfach nicht so viel Lesezeit hatte? Oder konnte mich die Geschichte doch nicht so richtig begeistern? Ich konnte es zunächst gar nicht eindeutig benennen. Also habe ich das Buch zu Hause, als ich noch einmal ein bisschen meinem Urlaubsfeeling nachspüren wollte, wieder zur Hand genommen und von vorne angefangen.
Und tatsächlich: Der Anfang war vielversprechend.
Zwei Tote werden gefunden, die scheinbar überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Und doch ist es eigenartig. In dieser Gegend passiert normalerweise nicht viel und dann gibt es gleich zwei Tote an einem Tag? Da muss es doch eine Verbindung geben, oder?
Capitano Rossi versucht herauszufinden, was die beiden Fälle miteinander zu tun haben. Dabei gerät schon bald seine eigene Familie immer stärker in den Mittelpunkt. Und die ist durchaus speziell. Sein Bruder ist Politiker und möchte weiter aufsteigen, seine Frau scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen und irgendwie führen immer mehr Spuren in Richtung Familie.
Ja, es hätte so gut werden können.
Aber leider rückte für mich mit all den familiären Verwicklungen, Geheimnissen und dem ganzen Familiendrama der eigentliche Kriminalfall immer weiter in den Hintergrund. Irgendwann hatte ich eher das Gefühl, eine Familiengeschichte mit einem Mordfall zu lesen als einen Krimi.
Was mir besonders gefehlt hat, waren die Ermittlungen. Wirklich spannende Polizeiarbeit gab es für mich kaum. Hinweise wurden teilweise eher zufällig gefunden oder schienen einfach aus dem Nichts aufzutauchen und plötzlich passte alles. Da habe ich mir einfach mehr versprochen.
Ich wollte einen Krimi lesen und keine Familiengeschichte. Und genau das war letztendlich mein größtes Problem mit dem Buch. Der Kriminalfall, auf den ich mich so gefreut hatte, blieb für mich fast vollständig im Hintergrund.
Am Ende wurde es zwar noch einmal spannend, aber das konnte leider nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass ich mich über weite Strecken eher gelangweilt habe.
Schade, denn die Ausgangsidee und vor allem das Setting am Lago Maggiore hätten für mich eigentlich alles mitgebracht, was ich mir von diesem Krimi gewünscht hatte.
Anett

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