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| Selfpublisher / SP-Buch - 15.Januar 2026 978-8243255325 Taschenbuch - 233 Seiten - 16,05€ E-Book - derzeit kostenlos am amazon - Anzeige / Rezensionsexemplar - |
Between Bridges ist der Debütroman von Annemie Lang und ein Coming-of-Age-Roman, der mich sehr berührt hat.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Ginny, die kurz vor ihrem Highschool-Abschluss ihre Mutter verloren hat. Über diesen Verlust ist sie nie wirklich hinweggekommen. Stattdessen flüchtet sie sich immer wieder in den Alkohol, stürzt regelmäßig ab und verliert zunehmend die Kontrolle. An ihrer Seite steht zunächst ihre Freundin Mara – bis es auch hier zu einem schmerzhaften Bruch kommt.
Puh, was für schwere Themen dieses Buch behandelt. Verlust und Alkoholabhängigkeit stehen im Zentrum, und aus persönlichen Gründen tue ich mich mit diesen Themen oft etwas schwer. Dennoch konnte mich die Geschichte erreichen. Zwar ist die Handlung stellenweise sehr düster, besonders in den Momenten, in denen Ginny versucht, ihre quälenden Gedanken im Alkohol zum Schweigen zu bringen, doch schwingt immer wieder ein leiser Hoffnungsschimmer mit. Dieser wird stärker, als ein einschneidender Vorfall die Freundschaft zu Mara endgültig erschüttert. Zum ersten Mal beginnt Ginny, sich selbst und ihr Handeln zu hinterfragen. Dabei erhält sie unerwartete Hilfe und wagt es langsam, sich zu öffnen.
Die Geschichte ist nicht leicht zu verdauen, und als Leser*in fragt man sich oft, ob Ginny es wirklich schaffen kann. Am Ende steht jedoch die Hoffnung über allem und bringt eine gewisse Helligkeit in die Story. Trotz der schweren Themen ist das Buch keineswegs durchgehend dunkel oder erdrückend geschrieben. Die Sprache bleibt angenehm leicht, sodass man intensiv mit fiebert und hofft.
Ein kleines Manko bleibt für mich dennoch. Wer jemanden kennt, der schwer alkoholabhängig ist, weiß, wie hart der Kampf gegen diese Sucht ist. Bei Ginny habe ich diesen inneren Kampf nur wenig gespürt – fast so, als würde sie dem Alkohol plötzlich wie von Geisterhand fernbleiben. Hier hätte ich mir mehr Tiefe, mehr Transparenz und auch mehr Auseinandersetzung mit der Sucht gewünscht. Dafür hätte ich gern ein paar Seiten mehr gelesen.
Trotzdem ist Between Bridges ein gutes Buch, das ich auf jeden Fall empfehlen kann. Es ist ein gelungenes Debüt einer sehr lieben Autorin.
Anett

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