Wer die Schuld trägt – H. S. Palladino

Ani

 

blanvalet Verlag - 19.März 2025
978-3734112720
Taschenbuch - 480 Seiten - 13,00€
- Werbung / Rezensionsexemplar -

Bjørk Isdahl

ist zurück – und mit ihr ein neuer Fall, der tiefer in die Vergangenheit reicht, als ihr lieb ist.

Noch immer versucht Bjørk, die Ereignisse aus ihrer Vergangenheit zu verarbeiten und ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Mittlerweile arbeitet sie als Wut-Coach im Gefängnis und hält sich eigentlich bewusst von Ermittlungen fern. Doch als eine Journalistin sie um ein Interview bittet, nimmt die Sache schnell eine unerwartete Wendung: Die Freundin der Journalistin ist verschwunden.



Zunächst scheint das kein Fall für Bjørk zu sein. Doch vor Jahren verschwand bereits die Tochter dieser Frau spurlos – ein Fall, der nie aufgeklärt wurde. Und plötzlich gibt es Hinweise darauf, dass dieses alte Verschwinden mit dem Doppelmord zusammenhängen könnte, an dem Bjørk damals gescheitert ist. Für sie ist klar: Sie muss der Sache nachgehen. Schon bald steckt sie wieder mitten in einer düsteren Spurensuche und jagt einen Täter, der offenbar schon sehr lange sein tödliches Spiel treibt.

Ich bin unglaublich schnell in die Geschichte hineingekommen. Der Thriller entwickelt von Anfang an eine unterschwellige Spannung, die sich nach und nach immer weiter aufbaut. Dabei setzt die Autorin nicht auf spektakuläre Gewalt oder dramatische Effekthascherei, sondern auf eine ruhige, dichte Atmosphäre.

Besonders interessant ist erneut die Figur der Bjørk Isdahl. Sie ist keine klassische Ermittlerin, sondern arbeitete damals als Profilerin mit der Polizei zusammen. Ihre innere Zerrissenheit, ihre Zweifel und ihr ständiger Kampf mit der eigenen Vergangenheit machen sie zu einer sehr vielschichtigen und glaubwürdigen Figur. Gerade diese Verletzlichkeit macht sie als Protagonistin so spannend.

Die Autorin versteht es hervorragend, Spannung eher leise aufzubauen – und genau das hat für mich besonders gut funktioniert. Immer wieder gibt es Momente, die einem als Leser*in eine kleine Gänsehaut bescheren.

Für mich war dieser zweite Band sogar noch stärker als der erste. Ich bin definitiv gespannt, wie es mit Bjørk Isdahl weitergeht.



Anett


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