{Rezension} Rotkehlchen - Jo Nesbo

Ani
ullstein Verlag / 480 Seiten / 9,95€ Taschenbuch
Als der norwegische Staatsschutz Hinweise auf ein geplantes Attentat auf den Thronfolger erhält, beginnt für Harry Hole ein Alptraum aus Lügen und Verrat. Die Spur der Verdächtigen führt in das dunkelste Kapitel norwegischer Vergangenheit: Eine Gruppe von Nazikollaborateuren hat im Untergrund ihr verhängnisvolles Netz gewoben und Harry sieht sich mit einem mörderischen Filz von Intrigen und Verblendung konfrontiert.
Erzählt wird hier eine eher ungewöhnliche  Geschichte.
Harry Hole - Alkoholkranker Ermittler bei Gewaltverbrechen - wird von seinem Posten weggelobt, als er versehentlich einen Secret Service Agenten nieder schiesst. Nun muss er sich mit der Naziszene Oslos beschäftigen. Außerdem muss er sich mit dem illegalen Kauf einer höchst seltenen Waffe beschäftigen, aus der auch bald die ersten Schüsse fallen.
Seine Ermittlungen führen ihn bis in den 2.Weltkrieg zurück und auf die Spuren ehemaliger norwegischer Frontkämpfer, die für die Deutschen gekämpft haben.

Die Geschichte ist sehr komplex und es werden immer wieder Abschnitte aus der Zeit des 2.Weltkrieges erzählt, als die norwegischen Frontkämpfer bei Leningrad kämpften. Oder ihre Zeit im Lazarett usw.
Ich fand dies sehr interessant, auch wenn sich eine Weile nicht erschließen lässt, auf was das Buch hinaus zielt. Um so erstaunlicher der Verlauf der Geschichte, und gerade auch ein Ende, welches ich mir so nicht gedacht hatte. Dies allein fand ich schon sehr gut für einen Krimi.

Harry Hole, ein ganz normaler Ermittler, ohne ständig die Waffe zu ziehen, oder über den Dingen zu stehen und besser zu sein, als andere. Das macht mir die Person so sympathisch.
Das Buch ist weder besonders grausam, blutig noch reißerisch - was es noch ein paar Punkte sympathischer macht.

Ein sehr intelligenter Krimi, der äußerst spannend war und durch seine Tiefe bei mir punkten konnte.









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Liebe Grüße Anett.