{Buch Rezension} Der kleinste Kuss der Welt

carl´s books / 144 Seiten / 12,99€
"Ich hatte den kleinsten Kuss der Welt im Théâtre du Renard verloren. Er war mir mitten in der Nacht beim Tanzen von den Lippen geglitten, als mein Blick auf ein blaues Petticoatkleid mit großen weißen Tupfen fiel. Anmut, Sinnlichkeit und Verlockung. Ein Hauch von Geheimnis. Immer, wenn ich mich ihr nähern wollte, entwischte sie mir. Nach einem getänzelten Slalom stand ich endlich der Frau gegenüber, die mich magnetisierte. Ich brachte kein Wort heraus. Aus Angst, die Flut könnte sie abermals davonspülen, küsste ich sie. Der Anflug eines Kurzschlusses. Wir berührten einander kaum. Der kleinste Kuss der Welt. Ein grelles Licht, und dann nichts. Sie war fort. Als wäre ihr Mund ein magischer Schalter - wenn man ihn umlegt, löst sie sich in Luft auf. Ich hörte sie davongehen, hörte ihre Schritte verklingen. Sie war also gar nicht verschwunden, sie war bloß unsichtbar geworden! Wir hatten einander den kleinsten Kuss der Welt gegeben, und sie hatte sich verflüchtigt, abrupt wie ein Stromausfall. Ich musste sie unbedingt wiederfinden ...."
Nachdem ich bereits die beiden Bücher "Die Mechanik des Herzens" und "Metarmophose am Rande des Himmels" vom Autor Mathias Malzieu gelesen hatte, und mich beide Bücher restlos begeistert haben, habe ich mich total gefreut, dass mir der Verlag carl´s books dieses wieder als Rezensionexemplar angeboten hat und habe sofort zu gesagt - hiermit auch ein Dankeschön an den Verlag!

Wie auch seine beiden Vorgänger ist dieses Buch in einer wunderschönen poetischen Form verfasst. In dieser  Geschichte aus Märchen, Fantasy und Liebesgeschichte lernen wir einen Erfinder kennen, der nicht mehr an die Liebe seines Lebens glaubt, nachdem er von eben dieser verlassen wurde. Er ist melancholisch und nieder geschlagen. Und dann trifft er auf sie! Sofort verliebt er sich und als er sie küsst, ist sie verschwunden - einfach so. Und nun geht die große Suche nach seiner neuen Liebe los.

Mit Hilfe eines pensonierten Privatdetektives, seinen Papagei der alles imitiert, was ihm vor dem Schnabel kommt und der Apothekerin Louisa gelingt es ihm, die unsichtbare Frau zu finden.
Aber können sie auch miteinander leben?

In diesem wundervollen Buch geht es um die Liebe, um das Miteinander und um Freundschaft. Mathias Malzieus Metaphern und sein poetischer Schreibstil faszinieren mich von Anfang an. Und als das Buch dann schon viel zu schnell beendet war, hat es mich auch ein bisschen traurig zurück gelassen. Aber ich hoffe doch, dass der Autor weiter so tolle Bücher schreibt!
Ein poetisches Märchen, mit Magie geschrieben und so ideenreich, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann. Für mich fast zu kurz mit seinen 144 Seiten, aber ich hoffe bald auf ein Neues! Mich jedenfalls hat auch dieses Buch gepackt und ich kann es jedem empfehlen, der das etwas andere Buch sucht und Metaphern, Märchen und Fantasy liebt!






1 Kommentar:

  1. Huhu Anett.

    das Buch ist mir jetzt heute bereits das zweite Mal begegnet und ich finde es von Mal zu Mal allein wegen dem Cover immer bezaubernder. Auch deine Rezi klingt sehr positiv und lässt es auf meine WuLi weiter nach vorne hüpfen. Danke dir :)

    Liebe Grüße Lisa von http://mexiis-leseparadies.blogspot.de/

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Liebe Grüße Anett.