{Rezie} Die Welle von Morton Rhue

Die Welle (2011)
von Morton Rhue

Originaltitel: The Wave
Verlag: Revensburger
Seitenanzahl: 186

ISBN-10: 3473580082
ISBN-13: 978-3473580088

 Rhue, Morton: Die Welle

Zitat: 
Wäre Die Welle ein Roman, man könnte den Inhalt des Buchs kaum glauben. Aber so (oder doch zumindest ähnlich) ist es wirklich passiert, in der Klasse des Lehrers Ron Jones in den USA -- einer Klasse an einer Schule also, die sich so weit weg wähnte vom deutschen Nazi-Terror, und die dann doch auf schmerzliche Weise am eigenen Leib erfahren musste, dass die Regeln des Faschismus auch heute noch funktionieren und dass es jeden treffen kann.

In Die Welle beginnt alles mit einem Film über den Holocaust. Der junge Lehrer Ben Ross zeigt den Schülern der Gordon High School Bilder von ausgermergelten Juden im Konzentrationslager. Alle sind angewidert und entsetzt, aber eine Gruppe um Laurie Saunders von der Schülerzeitung "Die Ente" kann und will nicht glauben, dass Menschen zu derlei Grausamkeiten überhaupt fähig sind. Um sie und andere zu überzeugen, startet Ross ein Experiment, dass auf fast unbemerkte Art und Weise Methoden der Diktatur installiert. Und plötzlich zerfällt der Klassenverbund in Opfer und Täter -- bis die Situation auf schreckliche Weise eskaliert.

Inzwischen gehört Die Welle des 55-jährigen Autors Morton Rhue (Ich knall euch ab!, Asphalt Tribe) zum Kanon auch an deutschen Schulen. Und das ist gut so. Denn das Buch räumt mit dem weit verbreiteten Vorurteil auf, dass der Nationalsozialismus ein historisches Phänomen war, das nicht wiederkommen kann. "Wie kann man Millionen von Menschen abschlachten, ohne dass jemand etwas davon weiß?" Auch wenn Die Welle Fragen wie diese nicht beantworten kann, so wirft der Roman sie doch auf. Umso wichtiger ist seine Lektüre. --Isa Gerck

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Macht durch Disziplin!
So hat ein amerikanischer Geschichtslehrer begonnen, ein Experiment mit seinen Schülern durchzuführen, um ihnen nahe zu bringen, wie eine Diktatur entsteht. Expliziet ging es um den Nationalsozialismus in Deutschland und um den Führer Hitler.
Die Schüler waren der Meinung, so etwas, wie damals in Deutschland passiert heute nicht mehr, weil alle viel zu sehr aufgeklärt sind und ihre eigene Meinung haben.
So begann ein Experiment, was allerdings schnell aus dem Ruder lief.
Die Welle, wie sie dann diese Bewegung nannten, entwickelte sehr schnell ein Eigenleben und alle, die nicht Mitglied werden wollten oder gar etwas dagegen sagten / schrieben, waren Aussenseiter, wurden verpöhnt und es gab bereits die erste Gewalt.

Dieses Buch zeigt effektiv auf, wie leicht sich Menschen manipulieren lassen und sich zu einer solchen Bewegung hingerissen fühlen.

Allerdings habe ich das Gefühl, das Buch ist zu kurz und es hat einiges verloren, so war mir auch persönlich der Schluss viel zu plump.

Am Ende des Buches ist noch ein kurzes Interview mit dem Lehrer Ron Jones, der dieses Experiment durchführte.

Ausserdem muss ich anmerken, man sollte erst das Buch lesen, bevor man den Film sieht, der Film weicht doch deutlich vom Buch ( und somit von den authentischen Vorfällen) ab!

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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Liebe Grüße Anett.