To Cage a Wild Bird – Brooke Fast

Ani

 

Bramble Verlag - 01.Dezember 2025
978-3426566138
Gebundenes Buch - 448 Seiten - 23,00€
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Vor einigen Jahren gab es einen regelrechten Hype um Dystopien – und ich habe ihn geliebt. Ich habe viele davon gelesen, manche besser, manche schlechter, aber insgesamt waren es immer spannende Leseerfahrungen. Umso größer war meine Freude, als ich nun wieder eine neue Dystopie in den Händen hielt. Durch puren Zufall bin ich auf To Cage a Wild Bird gestoßen – und ich habe es wirklich sehr gern gelesen.

Im Mittelpunkt steht Raven, eine Kopfgeldjägerin, die Kriminelle aufspürt und nach Endlock bringen lässt – ein berüchtigtes Gefängnis. Eigentlich verabscheut sie diesen Job, doch seit dem Tod ihrer Eltern ist sie allein für sich und ihren Bruder Jed verantwortlich und braucht dringend das Geld. Als ausgerechnet Jed selbst in Endlock landet, fasst Raven einen waghalsigen Entschluss: Sie will nach Endlock gelangen und ihn befreien.





Die Idee dazu stammt allerdings nicht direkt von ihr, sondern vom sogenannten Kollektiv – einer Rebellengruppe, die den Bewohnern von Dividium helfen will. Vor allem der untere Sektor leidet unter Hunger und Unterernährung. Ein vergangener Krieg hat große Landstriche unbewohnbar gemacht, Ackerflächen sind knapp und reichen nicht aus, um alle Menschen zu versorgen. Währenddessen scheinen der mittlere und obere Sektor von all dem weitgehend verschont zu bleiben. Ein klassisches dystopisches Szenario – und eines, das mir sehr gut gefallen hat.

In Endlock angekommen, schlägt Raven blanker Hass entgegen. Viele der Insassen verdanken ihr ihren Aufenthalt dort. Besonders grausam ist jedoch, dass Bewohner Dividiums für Credits Jagd auf die Gefangenen machen dürfen. Diese Passagen erinnerten mich stark an Die Tribute von Panem – und genau das mochte ich sehr. Dass das gesamte Gefängnissystem und die Wärter unmenschlich und brutal sind, muss man kaum erwähnen. Umso wohltuender ist die Figur Vale, der sich seine Menschlichkeit bewahrt hat und Raven immer wieder hilft.

Alles in allem ist das Buch wirklich gelungen: Der Schreibstil ist angenehm, die Geschichte spannend und es lässt sich sehr gut weg lesen. Einige der spicy Szenen hätten für meinen Geschmack nicht unbedingt sein müssen – gerade wenn man bedenkt, in welcher Situation sich die Figuren befinden –, aber damit konnte ich leben. Zwischendurch gab es auch Momente, in denen ich dachte, dass etwas nicht ganz stimmig ist, doch spätestens gegen Ende fügt sich vieles schlüssig zusammen.

Ob es sich um eine Dilogie oder Trilogie handelt, weiß ich noch nicht, aber eines ist sicher: Ich bin extrem gespannt auf die Fortsetzung. Das Ende lässt einiges offen und macht definitiv Lust auf mehr.



Anett


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