Die Insel meiner Schwester – Sara B. Elfgren

Ani

 

Heyne Vertag - 28.Januar 2026
978-3453275423
Gebundenes Buch - 304 Seiten - 24,00€ 
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Es gibt Bücher, die findet man selbst. Und dann gibt es Bücher, die von den richtigen Menschen zur richtigen Zeit empfohlen werden.

Ich habe das Glück, eine wunderbare inhabergeführte Buchhandlung in meiner Nähe zu haben. Dort kaufe ich nicht nur regelmäßig meine Bücher, sondern habe auch schon Lesungen besucht und viele spannende Entdeckungen gemacht. Bei einem meiner letzten Besuche drückte mir eine der Buchhändlerinnen ihr Leseexemplar von Die Insel meiner Schwester in die Hand. Sie war begeistert von dem Buch und fand, ich sollte es unbedingt lesen.

Zum Glück habe ich auf sie gehört.

Bei diesem Titel hatte ich zunächst eine ganz andere Geschichte erwartet. Vielleicht ein Familiengeheimnis, vielleicht einen ruhigen Familienroman. Bekommen habe ich stattdessen einen vielschichtigen Genremix, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat.


Im Mittelpunkt stehen die Halbschwestern Mirjam und Nia. Von ihrer Schwester erfährt Mirjam erst als Jugendliche. Umso größer ist ihre Freude, als sie sich kennenlernen und schnell feststellen, wie gut sie miteinander harmonieren. Aus Schwestern werden Freundinnen, die sich eng verbunden fühlen.

Doch mit den Jahren verändert sich ihre Beziehung immer wieder. Vor allem dann, wenn Nia eine neue Partnerschaft eingeht, zieht sie sich von Mirjam zurück. Besonders schmerzhaft wird dies für Mirjam, die sich ihre Schwester so lange gewünscht hat und immer wieder erleben muss, wie der Kontakt abbricht.

Als Nia sie schließlich auf die Schäreninsel Tallholmen einlädt, auf der die beiden viele glückliche Sommer verbracht haben, sagt Mirjam trotz eines lange zurückliegenden Streits zu. Die Insel ist für sie voller Erinnerungen und ein Ort, an dem sie sich immer geborgen gefühlt hat.

Während der Geschichte werden nach und nach Ereignisse aus der Vergangenheit enthüllt. Dadurch entsteht eine besondere Spannung, denn als Leserin erfährt man viele Zusammenhänge erst Stück für Stück. Immer wieder ergeben sich neue Perspektiven auf die Beziehung der Schwestern und auf die Entscheidungen, die sie getroffen haben.

Besonders bewegt hat mich die Geschichte von Nias Ehe. Schnell wird deutlich, dass hinter der Fassade einer scheinbar normalen Beziehung etwas ganz anderes steckt. Gewalt, Kontrolle und Manipulation bestimmen ihren Alltag. Mehrfach versucht sie auszubrechen, doch wie so oft in toxischen Beziehungen ist der Weg zurück in die Freiheit alles andere als einfach.

Ich hatte nicht erwartet, dass mich dieses Buch emotional so mitnehmen würde.

Gleichzeitig entwickelt die Geschichte einen enormen Sog. Ich wollte ständig weiterlesen, weil ich unbedingt wissen musste, was auf Tallholmen geschehen würde. Die Autorin versteht es hervorragend, Spannung aufzubauen und ihre Leserinnen und Leser immer tiefer in die Geschichte hineinzuziehen.

Und dann gab es noch einige Wendungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Mehr möchte ich dazu gar nicht verraten, denn gerade das macht einen großen Teil des Leseerlebnisses aus.

Für mich war Die Insel meiner Schwester eine wunderbare Überraschung. Emotional, spannend und mit Figuren, die mir lange im Gedächtnis bleiben werden.

Und einmal mehr bin ich dankbar für eine Buchhandlung, die genau solche Schätze empfiehlt.


Anett

2 Kommentare:

  1. Liebe Anett

    Ich liebe es, wenn Bücher mich emotional fordern und mitreissen und dieses Buch klingt entsprechend perfekt für mich. Ich hatte es noch gar nicht auf dem Schirm und bin froh, es nun bei dir entdeckt zu haben. Danke für den Tipp!

    Alles Liebe
    Livia

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    1. Liebe Livia,
      ja, ich mag solche Geschichten auch sehr gern. Obwohl mir das auch schwer zu schaffen gemacht hat, zu lesen, wie Nias Ehe gewesen ist.
      Liebe Grüße
      Anett

      Löschen

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