[Rezension] Connect – Julian Gough

Ani

Anetts Bücherwelt
Colt lebt hauptsächlich in seiner virtuellen Spielerwelt. Unter Menschen fühlt er sich nicht wohl, fühlt sich nicht verstanden. Colt ist anders. Mit menschlichen Gefühlen hat er es nicht so. Dafür ist er klug. Unheimlich klug!

Aber auch seine Mutter ist schlau. Sie experimentiert mit Raupen u.ä., um der Menschheit zu helfen. Allerdings sind ihre wissenschaftlichen Ergebnisse auch für das Militär hochinteressant. Als Colt dann einen Bericht seiner Mutter online stellt und sie darüber referiert, gerät alles außer Kontrolle. Das Militär – allen voran Ryan, Naomis Ex-Mann und Colts Vater - will nicht, dass diese Ergebnisse mit der ganzen Welt geteilt werden. Und so geraten die beiden in Bedrängnis.



Ich bin ganz ehrlich, über die ersten Kapitel habe ich mich wirklich gequält. Es war mir viel zu viel Mathematik, wissenschaftliches und Gamersprache, die ich nicht verstehe. Also habe ich diese meist versucht zu überlesen, denn irgendwann wurde es für mich so wirr, dass ich gar nicht mehr wusste, was der Autor nun so richtig damit ausdrücken will.

Trotzdem habe ich das gesamte Grundgerüst verstanden – war mir auch bewusste, auf was der Autor am Ende hinaus will.

Colt will irgendwann aber mehr. Er möchte wahr genommen werden, er möchte die anderen Menschen wirklich verstehen. Und er möchte wissen, was Liebe ist. Er experimentiert mit den wissenschaftlichen Ergebnissen seiner Mutter, was ihm fast das Leben kostet. Naomi rettet ihn, aber Colt verändert sich nach und nach.

Es ist äußerst interessant, wie Colt sich verhält, wie er mit anderen Menschen interagiert – oder eben nicht. Und wie er sich entwickelt.
Er liebt seine Mutter. Er liebt seinen Vater – jedenfalls meistens. Aber diese Gefühle muss er sich erst nach und nach erklären. Es ist im Grunde auch eine Geschichte, von einem Jugendlichen, der die Liebe entdeckt und erwachsen wird.

Was ich besonders gut fand, ging dann ab ca. der Hälfte des Buches los – zum Glück, sonst hätte ich es wahrscheinlich zur Seite gelegt.
Da wurde dann auf vieles wissenschaftliche verzichtet und es stand die Flucht von Naomi und Colt im Vordergrund. Wie sie aus der Wüste und in Las Vegas verschwinden können, ohne gesehen zu werden – in einer absolut überwachten Welt gar nicht so einfach. Das machte es etwas James Bond-mäßig, rasant, abenteuerlich und spannend.
Das Ende war für mich nicht wirklich überraschend, aber sehr schön aufgelöst.

Alles in allem bin ich etwas zwigespalten mit dem Buch. Ich fand den Plot gut, die Handlung auch, die Charaktere sowieso. Eine schlechte Kritik zu geben, weil es mir selbst zu technisch war, finde ich auch nicht richtig. Manche wollen genau das! Müsste ich Sterne vergeben, wären es 3 gute Sterne von 5.
Ich fühlte mich auf jeden Fall gut unterhalten.


Weitere Rezensionen:
(wer das Buch rezensiert hat und verlinkt werden möchte, kann mir einfach seinen Link da lassen!)

Habt einen guten Tag
Anett.

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C.Bertelsmann Verlag / 16. September 2019 / 624 Seiten
ISBN: 978-3570102978 / Gebunden 22,00€ - E-Book 9,99€



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