Die Reinsten - Thore D.Hansen

Ani
Foto Anetts Bücherwelt

Ich habe das Buch schon seit einer Weile ausgelesen und tu mich immer noch schwer, eine entsprechende Rezension zu verfassen. Ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut, das Thema lag mir und war sehr vielversprechend. Auch der Klappentext zum Buch hat mir zugesagt, Klimakatastrophen, Seuchen und Krieg vernichten die Erde – soweit weg sind wir ja nicht.
Aber dann fiel mir das Lesen echt schwer, aber warum? Ich versuche es mal zu erklären.

Klappentext:
Die Erde im Jahr 2191: Nach einer verheerenden Zeit von Kriegen, Seuchen und Klimakatastrophen führt die künstliche Intelligenz "Askit" die letzten Überlebenden in eine Ära des Friedens. Elite der neuen Welt sind die von Askit ständig überwachten "Reinsten", die als Wissenschaftler für die Regeneration des Planeten arbeiten.

Eve Legrand wird von der KI in der wichtigsten Prüfung ihres Lebens als Reinste anerkannt. Doch anstatt ausgewählt zu werden, wird sie ohne Erklärung verstoßen. Ihr bleibt nur die Flucht in die Zonen, die nicht von "Askit" kontrolliert werden. Eve wird dort mit einer Wirklichkeit konfrontiert, die ihre gesamten Werte und Vorstellungen radikal infrage stellt.


Soweit, so gut.
Beginne ich mal mit Eve. Ich mochte sie einfach nicht. Und wenn man ein Buch liest, wo man die Protagonisten nicht mag, zieht sich das eh schon dahin. Aber es zog sich auch so in die Länge. Oftmals hatte ich den Eindruck, man dreht sich immer nur im Kreis, immer wieder wurden die Gleichen Diskussionen durchgekaut, immer wieder die Gleichen Klimamodelle usw.
Dann wurde es mal spannend und es gab endlose Beschreibungen, die den Spannungsbogen wieder abflauen lies.
Ich wurde einfach nicht richtig warm mit der Geschichte.

Dabei war die Geschichte an sich wirklich spannend!
Die Menschheit hat die Erde an den Rand des Ruins gebracht, um die Erde zu retten, übernahm eine KI die Herrschaft. Und die verbliebene Menschheit hat sich ihr untergeordnet. Das allein war etwas komisch und ich dachte mir: Wieso??? Aber im Laufe des Buches klärt sich das auf.
Die Menschen machen ihr Leben von eben dieser KI abhängig, die KI bestimmt, was mit den Menschen geschieht, was sie arbeiten, ob sie Kinder bekommen dürfen ( denn der Planet soll sich ja wieder erholen, dafür dürfen nicht zu viele Menschen leben), welche Ressourcen sie verbrauchen dürfen ( es gibt Ressourcen Gesetze, damit der Planet nicht ausgebeutet wird). Und die meisten Menschen stellen all das nicht in Frage und fühlen sich gut damit.
Aber Gefühle haben sie kaum noch, weder Liebe noch Mitgefühl.

Wie gesagt, die Geschichte war toll – allerdings ausbaufähig.
Spannung kam für mich nicht auf und ich fand es viel zu langatmig. Schade.

Habt einen guten Tag
Anett.

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Golkonda Verlag | 01.März 2019 | 424 Seiten |
ISBN: 978-3946503903 | Gebundenes Buch 22,00€ | E-Book 15,00€


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